Neuer Job
Juni 24, 2010 on 11:03 pm | In Arbeit | 2 CommentsWie ihr bereits meinem letzten Beitrag entnehmen konntet, habe ich neulich den Arbeitgeber gewechselt. Ich bin jetzt bei:
Daher kann und will ich hier natürlich gern Werbung für uns machen. Also wenns ein neues Notebook, ein Fernseher oder ein anderes Stück Hard- oder Software sein soll, dann schaut mal bei uns rein und unterstützt meinen Arbeitsplatz
Und um gleich etwaigen Nachfragen vorzubeugen: Mit dem Online-Shop als solches habe ich nichts zu tun und ich kann euch auch nicht zu günstigeren Preisen verhelfen oder sowas in der Art, tut mir leid
Insolvenz…
Mai 30, 2010 on 1:00 pm | In Arbeit | No Comments… ist das Thema, dass mich in den letzten Wochen sehr beschäftigt hat, denn mein Arbeitgeber steckt leider mitten drin, was für uns alle recht überraschend kam.
Hier hab ich mal einige Tips für betroffene Arbeitnehmer während einer Insolvenz:
- Kündigungsschreiben
Wenn ihr vom Arbeitgeber unbezahlt freigestellt wurdet, dann muss unbedingt “unwiderruflich” auf der Kündigung drauf stehen, sonst zahlt das Amt nicht! In unserem Fall wurde das vergessen mit der Folge das tausend Leute vom Arbeitsamt erst beim Insolvenzverwalter nachfragen mussten ob das “widerruflich” oder “unwiderruflich” ist, sehr unschön gelaufen. - Elternzeit
Da ich in einigen Monaten in Elternzeit gehen wollte, dachte ich mir spontan ich könnte das vorziehen an dem Tag als wir unbezahlt freigestellt wurden. Also habe ich sofort einen Elterngeldantrag beim Jugendamt gestellt um erstmal der Arbeitslosigkeit zu entgehen. Zufälligerweise fiel der Tag der Freistellung auch genau auf den Tag an dem ein Lebensmonat meines Sohnes begann, also optimal dachte ich, denn der Elterngeldantrag bezieht sich immer auf Lebensmonate des Kindes.
Pustekuchen.
Auch der Insolvenzverwalter kann auf die Vorankündigungsfrist einer Elternzeit von 7 Wochen bestehen.
Man hätte hier zwar auch eine verkürzte Frist von 2 oder 3 Wochen akzeptiert aber rückwirkend war leider nichts zu machen, so das ich doch gezwungen war mich arbeitssuchend zu melden. - Fristgemäße Kündigung
Wir wurden zwar unbezahlt freigestellt, aber fristgemäß gekündigt. Das heisst offiziell bin ich bis zum Ablauf meiner Kündigungsfrist immernoch da angestellt auch wenn ich nicht mehr bezahlt werde und nicht mehr zur Arbeit gehe. Ich wusste garnicht das sowas geht, aber das geht tatsächlich!
Wenn man aber schon vor Ablauf seiner regulären Kündigungsfrist eine neue Stelle antreten will, muss man schriftlich beim Insolvenzverwalter kündigen. Bei Insolvenz geht das natürlich fristlos und ist daher eine reine Formalie, aber ich hätte nicht gedacht das sowas noch notwendig ist.
Das waren so einige Dinge die ich in den letzten Wochen gelernt habe und ich hoffe das diese Infos dem einen oder anderen helfen. Wenn hier jemand noch interessante Punkte hinzufügen kann dann immer her damit!
Auf diesem Wege möchte ich mich auch nochmal bei allen Kolleginnen und Kollegen für die gute Zusammenarbeit in den letzten 3 Jahren bedanken! Es war mir eine Ehre und Freude mit euch zu arbeiten und ich hoffe ihr findet alle zügig Anschluss und müsst nicht lange zu Hause bleiben.
Ich bin glücklicherweise bereits bei einem neuen Arbeitgeber untergekommen, aber wer das ist wird heute noch nicht verraten. Ich bin mir aber sicher, dass es den meisten ein Begriff sein wird
Zur Jobsuche/Gehaltsverhandlung möchte ich noch auf diesen interessanten Artikel zum Thema Geldwerte Vorteile hinweisen. Hier werden einige Möglichkeiten aufgezeigt die man mit dem Arbeitgeber verhandeln kann um finanziell besser zu fahren ohne mehr Gehalt zu verlangen.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen einen guten und sicheren Arbeitsplatz und alles Gute für die Zukunft!
Respekt, Anstand und Würde…
Oktober 3, 2009 on 12:55 am | In Arbeit | No Comments… sind Themen, über die ich mich heute mal auslassen muss, weil es mir unter den Nägeln brennt.
Heute hatte ein Kollege aus meiner Abteilung seinen letzten Arbeitstag in der Firma. Nun hat er aber nicht einfach nur gekündigt weil er was besseres gefunden hat sondern er hat gekündigt, weil er scheinbar unüberwindbare Differenzen mit seinem (also auch meinem) Vorgesetzten hatte. Diese Differenzen sahen meist so aus das er meinem Chef einen Vorschlag gemacht hat und mein Chef nach Abwägen der Auswirkungen entweder dafür oder dagegen entschieden hat.
Nun kommt es ja im Leben auch mal vor, dass ein Chef anders entscheidet als man es selbst für richtig hält. Da kann man nun auf 2 Arten reagieren: Entweder man reagiert wie ein 8 jähriges Kind, fängt an zu weinen und wertet die Absage als persönlichen Angriff gegen die eigene Person, oder man nimmt es einfach hin wie ein Erwachsener und sagt sich “Er ist der Chef, er muss auch für die Konsequenzen seinen Kopf hinhalten”.
Jetzt dürft ihr mal raten wie mein Ex-Kollege drauf war. Es ist doch kein Grund alles hinzuschmeissen, nur weil mein Chef mal anderer Meinung ist als ich. Wo kämen wir denn da hin wenn jeder alles persönlich nimmt und als Angriff wertet. Er ist Chef, er kanns entscheiden. So einfach ist das, BASTA! Wenn man irgendwann mal selber Chef ist, dann kann man alles so machen wie man möchte, aber als Untergebener geht das eben nicht, thats life.
Ich hätte nicht gedacht das er sowas nicht verstehen würde, aber es ist leider so. Und als ob das nicht schon blöd genug wäre rennt dann der Kollege in den letzten Wochen seiner Arbeitszeit auch noch in der Firma rum und macht unsere Abteilung schlecht, die Abteilung in der er selbst mehrere Jahre gearbeitet hat!
Wohlgemerkt ALLE in der Abteilung, mich eingeschlossen. Keiner von uns, auch unser Chef nicht, haben ihm je was Böses gewollt oder ihn ernsthaft geärgert. Ich hab ihm sogar des öfteren geholfen und vertreten um dann am Ende von ihm vor anderen Kollegen negativ hingestellt zu werden. Na vielen Dank auch, sehr freundlich! Selbst wenn man ernste Differenzen mit seinem Chef hat muss man nicht auch noch Unbeteiligte mit durch den Dreck ziehen. Sowas geht garnicht und ist absolut würdelos und unprofessionell.
Toll fand ich auch das Gejammer, das wir, die wir studiert haben, ja unberechtigterweise mehr Geld verdienen als er. Wir kommen ja direkt von der Hochschule und haben garkeine Ahnung… Sicherlich kommt man nicht als Experte in einem Fachgebiet von der Hochschule, aber darum gehts dabei auch garnicht. Es geht darum zu lernen sich selbst zu helfen, zu recherchieren und ein bischen Ingenieurs-Denke zu entwickeln für spätere anspruchsvolle Aufgaben. Praxiserfahrung bekommt man natürlich erst durch arbeiten, das steht ausser Frage, aber wer tatsächlich meint das so ein Studium nichts wert ist und keinerlei Anerkennung auf dem Gehaltszettel verdient, soll doch bitte erstmal ein Studium durchziehen und dann sprechen wir uns wieder…
Das Akademiker meistens etwas besser bezahlt werden ist kein Geheimnis und es steht jedem völlig frei zu studieren, daher ist Neid hier völlig unangebracht. Fast jeder kann sowas schaffen wenn er bereit ist dafür 4 bis 6 Jahre mit sehr wenig Geld zu leben und sich auch mal durch etwas trockenere Materie durchzuarbeiten. Wer keine Selbstdisziplin hat um sowas durchzuziehen und lieber den leichten Weg gehen will der muss eben am Ende auch damit leben das er später weniger raus hat am Monatsende. Auch hier kann ich wieder nur sagen: So ist das Leben, gewöhn dich drann!
Tja, was soll ich noch sagen. Ich konnte den Kollegen eigentlich immer gut leiden und wir haben uns auch sehr gut verstanden, aber so wie er sich in den letzten Wochen bei uns verhalten hat bin ich nun ziehmlich enttäuscht und kann nur hoffen das er irgendwann lernt sich unterzuordnen oder lieber den Weg der Selbstständigkeit einschlägt. Aber auch da kann man nicht machen was man will, denn da ist man dann den Kunden verpflichtet und die sind dann der König.
Wie auch immer, ich werde mich jedenfalls nicht so verabschieden wenns mal soweit ist. Ich bin der Meinung man sollte sich immer mit Anstand und Würde verabschieden und auch denen Respekt zollen, die man vieleicht nicht besonders leiden kann. Alles andere ist unprofessionell und albern.
Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: farewell, Ex-Kollege. Viel Erfolg auf deinen zukünftigen Wegen! Ich hoffe du kommst mit deinem neuen Chef besser klar, aber ich würde nichts drauf wetten…
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