Unfälle passieren…

Oktober 9, 2009 on 9:06 pm | In Erlebnisse | 2 Comments

… und manchmal ist man mittendrin. (Artikel via Meetingpoint)

unfall

Ich war hier einer der Ersthelfer am Unfallort und muss schon sagen, das mir  im ersten Moment ganz schön mulmig war als ich auf das Autowrack zu lief. Man weiss ja nicht, was einen da gleich für ein Anblick erwartet wenn man ins Innere des Wracks blickt (das sah echt übel aus von weitem). Als ich dann sah wer da drin lag war ich im ersten Moment froh darüber das die junge Frau relativ unverletzt aussah aber zugleich auch geschockt, weil ich sie kenne.

Mein erster Eindruck bestätigte sich unmittelbar danach, denn sie war wirklich kaum verletzt und auch ansprechbar. Sie hatte einen Schock und sah kreidebleich aus, aber sie konnte sprechen und es war kein Blut zu sehen, insofern erstmal Entwarnung. Der Notarzt war bereits informiert und kaum 10 Minuten später vorort, aber wenn man da so hockt und drauf wartet kommt einem die Zeit wie Stunden vor. Naja, jedenfalls freue ich mich das es ihr wieder gut geht und bis auf ein paar Prellungen nichts passiert ist.

Worüber ich mich hier nicht freue, ist der gnadenlose Sensationsjournalismus der hier betrieben wurde. Ich muss hier mal was klarstellen, was in dem Artikel völlig falsch dargestellt wurde:

Die Kameraden der Berufsfeuerwehr Brandenburg mussten die Eingeklemmte aus dem Fahrzeugwrack befreien

Also eine noch dreistere Lüge hab ich ja lange nicht gelesen! Erstens war die junge Frau nicht eingeklemmt und zweitens haben WIR sie aus dem Auto gezogen und keineswegs die Kameraden der Feuerwehr

Als die Feuerwehr am Unfallort ankam haben die lediglich noch ein bischen Zeug verstreut um das ausgelaufene Benzin aufzusaugen, das war alles! Toll fand ich auch das die Polizei mal locker 10 Minuten später, als allerletzte, am Unfallort ankam.

Ebenfalls total übertrieben ist hier das Wort “schwerverletzt”. Also schwerverletzt heisst bei mir “kurz vorm Ableben” und nicht “leichte Prellung vom Airbag”. Total lächerlich diese Übertreibungen, bleibt einfach bei der Wahrheit…

Dann noch alles Gute “junge Frau”, hast echt Glück gehabt! Ich bin echt froh das rechts neben dir keiner saß, denn den gäbe es jetzt wahrscheinlich nicht mehr.

2 Kommentare »

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  1. Für die sog. “Journalisten” zählt doch heute bei solchen Nachrichten nur noch Blut… Mich wundert ja, daß sie euch nicht vielleicht noch Geld geboten haben für coole Fotos von der Fahrerin, wie sie da in ihrem Wagen hockt…
    Solche Leute würden – wenn sie Ersthelfer wären – garantiert nicht zur Hilfe schreiten, sondern erstmal mit der Kamera draufhalten.

    Kommentar by Artanis — 12. Oktober 2009 #

  2. Ich fand es auch “krass” diesen Unterschied zu hören zwischen Live-Bericht und Journalismus pur. Der Preußenspiegel hat fast identisch den Text von Meetingpoint wiedergegeben.
    Ist schon Wahnsinn, wenn es nach der Presse ginge, wären alle Leichtverletzten kurz vorm Abnippeln :-|

    Kommentar by FireFox — 13. Oktober 2009 #

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