Ich liebe Support!
Dezember 7, 2008 on 10:32 pm | In Allgemeines | 4 CommentsNeulich auf Arbeit bekam ich einen Anruf von einem externen in unserer Fertigungshalle:
<Dialog Anfang>
Er: Mein Internet geht nicht.
Ich: Haben sie eine IP bekommen?
Er: Ja (erstaunlich das er gewusst hat was ich meine, Respekt!)
Ich: Haben sie den Proxy richtig eingestellt? (eine bebilderte Anleitung liegt auf seinem Tisch!)
Er: Ja, klar.
Ich: Hm, *mist* dann komm ich mal vorbei
*durch die ganze Produktionshalle lauf*
Dort angekommen untersuche ich als erstes seine Proxy-Einstellungen und siehe da, nichts ist gesetzt.
Ich: Sie haben doch garkeinen Proxy eingestellt ?!?!?!
Er: Oh ja, achso ja, na ich wusste nicht wo die sind beim Firefox.
</Dialog Ende>
Zugegeben, die Anleitung war nur für den IE geschrieben, aber warum zum Geier sagt der Mann dann “Ja, klar” ??? Warum kann niemand mal zugeben das er oder sie es nicht hinbekommen hat. Sowas ist leider eher die Regel als die Ausnahme. Beim ersten und zweiten mal isses noch ganz lustig, aber irgendwann nervts nur noch. Meine Hochachtung an alle Leute die den ganzen Tag Support machen müssen. Ich machs nur ab und zu am Rande und das reicht mir auch voll und ganz…
4 Kommentare »
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Nur mal vorstellen: ca. 2h Stunden meines täglichen Lebens widme ich derartigen Anrufen. Teilweise sind die Probleme derartig banal, dass eben wie bei dir anscheinend vorher alles durchgekaut wurde, um letztendlich festzustellen, dass genau die erste Frage, die man stellte, die Problemursache hätte in Griff kriegen können.
)
Vielleicht stellt man/wir einfach nicht die Fragen richtig? Ich versuch schon wirklich alles in Nicht-PC-Deutsch zu verfassen. Aber meistens scheitert es entweder an Farbenblindheit, nicht lesen können oder das Vertauschen von Links und Rechts. (Linksklick und Rechtsklick)
In diesem Sinne – willkommen im Teil meines Alltages (und ja, ich habe noch Spaß dabei – warum auch nicht, wenn man die Anekdoten im Kopf behalten darf
Kommentar by FireFox — 7. Dezember 2008 #
Fragt mich mal! ich betreue ca. 100 Anwender und davon besitzen ca. 80 Leute einen geringen PC-Kenntnisstand! Daher – immer schön ruhig bleiben und nett sein – Wir sind schließlich Dienstleister und zumindest bei mir sind die Kollegen immer sehr dankbar wenn ihnen geholfen wird, was sich manchmal in ein Stück Kuchen oder einem Käffchen auswirkt!
Kommentar by Krecki — 9. Dezember 2008 #
Man muß bei solchen Leuten glaube ich zwei Gruppen unterscheiden. Da sind zum einen die, die sich bemühen, sich mit der Materie befassen und trotzdem hin und wieder auf ein Problem stoßen, das sie nicht allein lösen können. Solchen Leuten hilft man gern und wird in der Tat mit einem Kullerkeks o.ä. belohnt.
Dann gibt es aber noch die Gruppe der Leute, die zwar vor so einem technischen Spielzeug sitzen, aber eigentlich null Bock darauf haben und sich von jeder armen Seele, die gerade über den Flur stiefelt, jeden Kleinkram erklären lassen wollen/müssen. So geschehen erst vor kurzem, als eine Kollegin ankam und fragte, wie man denn ein Dokument von vor ein paar Tagen findet, dessen Namen man vergessen hat. Ich bin sehrwohl nicht mit an ihren Rechner gegangen (was dann passiert, hat ein anderer Kollege leidlich erfahren müssen), sondern hab ihr direkt mal die in jedem Betriebssystem eingebaute Suche gezeigt/erklärt. Gerade solche Dinge gehören zum Grundwissen, wenn man mit technischem Gerät arbeitet.
Kommentar by Artanis — 9. Dezember 2008 #
Letztendlich sollte man, trotz Nerverei, dran denken, dass der Gegenüber das nicht wissen kann, dafür aber etwas anderes, als man selbst – wer weiß, wann man den Gegenüber bzw. dessen Fähigkeiten mal benötigt.
Wie sage ich zu den Damen im Steuerbüro, wenn sie sich immer entschuldigen und die Aussage kommt: “Das ging ja schnell. Sorry, dass wir sie damit belästigt haben, aber wir haben ja von Rechnern gar keine Ahnung …”
Worauf meist von mir kommt: “Ich mache ja auch nicht ihre Steuererklärung, insofern sind wir quit”
Kommentar by FireFox — 9. Dezember 2008 #