BASTA!Spring 2010 – Mein Fazit
März 2, 2010 on 11:46 pm | In Erfahrungsberichte, Tools | No Comments
Auch dieses Jahr war ich wieder Teilnehmer der Frühjahrausgabe der Konferenz für .NET Entwickler BASTA!.
Hinter mir liegen 4 Tage voller teils sehr interessanter und unterhaltsamer Vorträge aus allen Bereichen der .NET-Welt.
Hier mal ein paar Dinge die ich dazugelernt habe:
Das Keyword “var” wurde nicht etwa nur erfunden damit man nicht mehr explizit den Typ einer Variablen angeben muss, sondern um Anonyme Typen darstellen zu können. Das war mir bisher irgendwie entgangen
IPhone Anwendungen muss man nicht in Objective C schreiben, es geht auch in C#. Mit der Hilfe eines Apple Rechners, der Entwicklungsumgebung MonoDevelop (kostenlos) und einer MonoTouch Lizenz (400€) kann man eine C# Anwendung zu einer IPhone App kompilieren. Dazu gabs eine schöne Live-Demo, sah relativ einfach aus.
Debugger


Habt ihr im Visual Studio 2008 schon mal mit der rechten Maustaste auf einen Breakpoint geklickt? Ich leider nicht, daher sind mir einige sehr hilfreiche Funktionen bisher entgangen…
Zum Beispiel kann man hier eine “Bedingung” festlegen die erfüllt sein muss, damit der Debugger die Anwendung anhält.
Die “Trefferanzahl” ermöglicht es einem festzulegen, dass der Debugger beispielsweise erst beim 5. Erreichen des Breakpoints das Program anhält und nicht jedesmal!
Mit “Bei Treffer” kann dem Breakpoint ein Makro hinterlegt werden, dass bei Erreichen ausgeführt wird.
Das neue Visual Studio 2010 kommt allerdings mit einem Hammer-Feature daher, und das heisst “Rückwärts-Debugger”. Man kann nun endlich im Programmablauf in der Zeit zurückspringen und sich jeden Zustand anschauen den man will. Leider wird dieses “IntelliTrace” nur in der teuersten Ultimate Version enthalten sein die ca. 2 Scheine kosten wird.
TFS 2010 ist die neuste Version vom Team Foundation Server und dieser soll sich im Gegensatz zu seinem Vorgänger sehr einfach (in ca. 20 Minuten) in Betrieb nehmen lassen und man braucht kein Server-Betriebsystem mehr dazu. Das hier integrierte Code-Versions-Verwaltungssystem ist der Nachfolger vom bisherigen “SourceSafe” und bietet auch sehr kleinen Teams sehr gute Kontrolle über gemeinsame Projekte. TFS enthält auch einen Issue bzw. Bug-Tracker und man kann WorkItems verwalten. Damit lässt sich quasi der komplette Lebenszyklus einer Anwendung abbilden. Sehr schönes Teil wie ich finde. Besitzer einer MSDN-Subscription bekommen das Teil mit einer 5 Benutzer Lizenz wohl schon recht günstig.
Das MVVM Pattern (Model-Viev-ViewModel) ist ein Design Pattern, dass häufig bei WPF/Silverlight Projekten zum Einsatz kommt. Hierzu gibt es einen sehr schönen Beitrag auf Codeprojekt von Rainer Stropek wo gezeigt wird, wie das Entwurfsmuster angewendet wird und wie man damit eine wiederverwendbare Codebasis schaffen kann, die sowohl für WPF als auch für Silverlight Projekte gleichermaßen einsetzbar ist. An dieser Stelle möchte ich auch mal ein richtig dickes Lob an Rainer Stropek rausschicken. Er hat während der BASTA mehrere sehr gute und vorallem praxisnahe, Vorträge gehalten die mich wirklich weiter gebracht haben. Danke dafür, weiter so!
IronPython ermöglicht die direkte Nutzung der sehr mächtigen Skriptsprache Python aus .NET Assemblies heraus. Hier gabs ein schönes Praxisbeispiel zu sehen in Verbindung mit dem HTML/XML Parser BeautifulSoup für Python, welcher einfaches ScreenScraping ermöglicht. Ist auf jeden Fall einen Blick wert!
CodeContracts bieten eine sehr schöne Möglichkeit um Validierungslogik zu implementieren. Anstatt viele If-Anweisungen oder try/catch Blöcke in die Ablauflogik zu packen kann man beispielsweise mit dem Attribut “Contract.Reqire(…)” über einer Methode oder einem Property eine entsprechende Gültigkeitsbedingung festlegen. Das sieht nicht nur sauberer aus, sondern ist auch deutlich besser testbar. Ist auf jedenfall empfehlenswert, wenn man sehr viele Gültigkeitsbedingungen abzuprüfen hat.
RhinoMocks und MOQ sind zwei gute Mocking-Frameworks um Objekte bzw, Verhalten zu “simulieren”. Es geht darum Code testbar zu machen in dem Abhägigkeiten “gemockt” werden. Das Ziel ist es, dass ein Testfall nur maximal EINEN Grund haben darf um zu scheitern und nicht mehrere. Sobald aber mein Testfall eine Abhägigkeit hat wie z.B. ein Zugriff auf eine Datenbankverbindung oder einen Webservice habe ich mehrere potentielle Fehlerfälle zu betrachten. Hier springen die Mockobjekte in die Bresche, mit denen man bestimmte Dienste, Rückgabewerte oder Abläufe simulieren kann, obwohl diese evtl. nicht erreichbar bzw. noch garnicht implementiert sind. Damit ist man in der Lage einzelne Dinge zu testen ohne auf die Abhängigkeiten eingehen zu müssen.
Zum Thema “Geschwindigkeitsoptimierung” von Anwendungen gab es auch einen schönen Vortrag zu hören in dem auf Möglichkeiten eingegangen wurde, wie man seine Anwendung schneller machen kann. Das betrifft vorallem Anwendungen die viel rechnen müssen bzw, die sehr komplexe Algorithmen durchlaufen. Beispielweise ist die Verwendung von “struct” deutlich besser für die Performance einer Anwendung als bei der Nutzung einer Klasse und Methodenaufrufe in flachen Objekten sind deutlich schneller als bei Objekten die ein Interface implementieren bzw. die von einer Klasse erben. Um Performance von Anwendungen zu messen sollte man dotTrace von jetbrains verwenden. Das ist mit Sicherheit besser als jeglicher handgestrickter Kram.
Sehr unterhaltsam war der Vortrag “Why software sucks” von David Platt. Der Mann ist Amerikaner und ein echter Entertainer! Er hat auf sehr amüsante Weise ausgesprochen, was die meisten Entwickler eigentlich nicht hören wollen: “Kein Schwein interessiert sich für deine Software”. Leider hat er damit sehr recht, denn Anwender nutzen Software um ihre Arbeit zu erledigen und sonst für nichts. Es interessiert wirklich keinen Anwender wie Software gemacht ist und was alles für spannende Technologien drin verbaut wurden. Es geht dem Benutzer nur darum seine Arbeit zu erledigen bzw. einen Zustand der Zufriedenheit herzustellen. Deshalb sollten alle Entwickler immer darauf achten das Software einfach zu benutzen ist und möglichst kein Handbuch notwendig ist um sie zu verstehen. Es sollten nur Dinge implementiert werden die wirklich gebraucht werden. Maximale Flexibilität in einer Anwendung heisst oft leider auch zu viele unübersichtliche Features die oft eher zu Frustration des Benutzers führen als zur Zufriedenheit.
Don’t let your software suck! Make it just work!
So, das soll reichen.
Neben den vielen Informationen gabs natürlich auch wieder sehr gutes Essen! Daher möchte ich noch den Veranstalter loben, insbesondere die Küchencrew vom Maritim Hotel in Darmstadt. Das war mal wieder eine Schlemmerwoche vom Allerfeinsten, Super Leistung
Na dann hoffentlich bis nächstes Jahr…
Dieser Fahrstuhl…
Januar 28, 2010 on 11:32 pm | In Allgemeines | No Comments… fährt vermutlich direkt in die Hölle runter
So gesehen im Alexa, kurz vor Weihnachten.
Wordpress kaputt, PHP Speicher vollgelaufen…
Januar 5, 2010 on 2:55 pm | In Allgemeines | 1 Comment… kein Problem!
Mein Wordpress hatte bis eben das Problem, dass ich mich nicht mehr im Admin-Bereich einloggen konnte nachdem ich ein neues Plugin installiert hatte. Es kam einfach eine weiße Seite und nicht mal ne Fehlermeldung, super!
Was also tun? Ich wusste noch das der PHP-Speicherverbrauch am Limit ist. Das heisst erstmal alle Plugins ausmachen und schauen obs noch geht. Ich hab irgendwo in einem Forum gelesen das man nur auf die Datenbank gehen muss und in der Tabelle “wp-options” den Wert der Option “active_plugins” leeren muss, dann sind alle Plugins deaktiviert.
Gesagt getan, funktionierte auch genau so. Nun konnte ich wieder ins Admin-Menü rein, leider nun ohne Plugins. Nun gabs 2 Optionen: entweder auf Plugins verzichten oder einfach den PHP Speicher erhöhen. Ich finde letzteres besser
Mein Freund und Hoster gab mir dann den Tip einfach mehr Speicher festzulegen mit dem Befehl:
ini_set(“memory_limit”, “64M”);
Das hab ich einfach in die wp_config.php eingefügt und fertig ist die Laube. Das das so einfach ging überraschte mich schon ein wenig. Danke Jan!
Der hohe PHP-Speicherverbrauch von Wordpress liegt wahrscheinlich an der Tatsache das es sich um ein 64Bit-Server handelt, aber ob das stimmt weiss ich nicht genau. Bei dieser Gelegenheit möchte ich noch auf das “WP-Memory Usage”-Plugin verweisen, für alle die sich, wie ich, regelmäßig über den Speicherverbrauch informieren wollen.
Rückblickend auf 2009…
Januar 1, 2010 on 4:41 pm | In Allgemeines | No Comments… gibt es einiges zu sagen, wo fange ich da blos an?
Also unser schönstes Erlebnis war natürlich die Geburt unseres Sohnes Tim der sich seit seinem ersten Tag auf dieser Welt bester Gesundheit erfreut und wächst und gedeiht
Nachdem wir ihn nun schon mehr als 6 Monate bei uns haben sind wir mitlerweile der Ansicht, dass wir das liebste Kind der Welt haben. Der Junge ist sehr artig und zeigt sich (fast) immer von seiner Schokoladenseite wenn wir mit ihm irgendwo hingehen. Es gab eigentlich noch keinen wirklich stressigen Tag mit ihm und dafür sind wir sehr dankbar. So ein Kind kann man allen Eltern nur wünschen!
Beruflich war dieses Jahr genauso abwechslungsreich wie das letzte Jahr. Ich konnte wegen einiger Veränderungen in der Abteilung einige administrative Aufgaben abgeben und mich mehr der Programmierung widmen, was mir persönlich gut gefällt. Allerdings stieg damit auch der Erwartungsdruck bei der Fertigstellung einiger Arbeiten was sich gegen Ende des Jahres auch in erhöhtem Arbeitsaufwand bemerkbar machte.
Nichtsdestotrotz ist mein Hauptprojekt noch kurz vor Weihnachten fertig geworden und geht übernächste Woche an den Start. Bin mal gespannt wie es läuft.
Erstmalig habe ich mich intensiv mit sogenannten OR-Mappern beschäftigt, genauer gesagt mit NHibernate, um endlich vom selbstgeschriebenen SQL-Geraffel wegzukommen. Nach etwas Eingewöhnungszeit kam ich aber sehr gut klar damit und bin nun absoluter Fan davon. Nie wieder handgeschriebenes, datenbankspeziefisches SQL, ich weiss garnicht wie ich bisher ohne Hibernate gelebt habe *g*. Diese Technologie kann ich absolut empfehlen, die Einarbeitungszeit war gut investiert.
Auch die Eintrittskarte zur BASTA!Spring im Februar war eine gute Investition, denn ich habe einiges dazugelernt und interessante Leute kennengelernt. Bei der nächsten Basta!Spring 2010 bin ich wieder mit dabei, da freue ich mich schon drauf
Auch unseren 1. “Road Trip” habe ich noch in guter Erinnerung. Die Floßfahrt war wirklich schön. Bin schon gespannt wo wir dieses Jahr hinfahren werden.
In schlechter Erinnerung bleibt mir auf jeden Fall die Bundestagswahl mit ihrem schrecklichen “Schwarz/Gelb”-Ergebnis. Die Piratenpartei konnte zwar leider noch keinen durschlagenden Erfolg erringen, aber das war auch kaum zu erwarten beim ersten Versuch. Das wird aber noch besser, da bin ich guter Dinge.
Ach ja, und dann war da noch dieser berüchtigte Volksentscheid in der Schweiz wo sich das Volk gegen den Bau von weiteren Minaretten ausgesprochen hat. Also man kann jetzt von dem Ergebnis halten was man will, aber das ist gelebte Demokratie liebe Freunde! Man fragt das Volk nach seiner Meinung und das Volk entschiedet. Basta. Keine Diskussion. Ob dieser Entscheidung fremdenfeindlich wirken könnte oder nicht steht überhauptnicht zur Debatte.
Wenn die Schweizer der Meinung sind, dass das so sein soll dann ist das eben so. Warum müssen sich immer alle in die Angelegenheiten anderer Länder einmischen. Ich würde mir auch wünschen das man hier mal die Bevölkerung befragen würde zu wichtigen Themen, denn das ist Demokratie wie man sie sich wünschen würde.
Nagut, aber das soll reichen. Bleibt mir nur noch allen ein Frohes neues Jahr zu wünschen!
Alles Gute für euch und eure Familien, Gesundheit, Erfolg und Spass am leben.
Und denkt immer daran:
“Nimm das Leben nicht zu ernst, du kommst da eh nicht lebend raus”
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Mark Benecke…
Dezember 7, 2009 on 11:52 pm | In Allgemeines | No Comments… war gestern in der Stadt, genauer gesagt im AudiMax der Fachhochschule.
Tja, was soll ich sagen, dass war ganz großes Kino! Der Mann versteht es wirklich die Leute zu unterhalten mit sehr interessanten Geschichten und Informationen aus der Welt der Wissenschaft und Kriminalistik.
Zum Anfang gabs einen Reisebericht mit Bildern wie er von sich zu Hause in unsere Stadt gereist ist. Alles mit Bildern untermalt und aus der Sichtweise eines Kriminologen. Im Anschluss daran konnte das Publikum dann aus ca. einem Dutzend Vortragsthemen auswählen mit Titeln wie “Insekten und Leichen”, “menschliche Selbstentzündung”, “body farm”, “Vampire” oder “Serienmord” um nur mal einige zu nennen.
Die Mehrheit entschied sich für letzteres Thema und so hörten wir dann einen sehr interessanten und teilweise schier unglaublichen Vortrag über die Tatbestände, Ermittlungen und Hintergründe der schlimmsten Serienmorde des letzten Jahrhunderts. Mark Benecke war selbst an den Ermittlungen mancher dieser Fälle beteiligt und reist für seine Arbeit in viele Länder und dementsprechend plastisch wirkte auch der Vortrag auf mich.
Es gab viele Bilder von Tatorten und Leichen zu sehen und je nach Vortragsthema sollte man vorher lieber nichts essen wenn man ein zartes Gemüt hat. Das Thema von gestern war, was die Bilder angeht, aber für die meisten Leute zu ertragen denke ich.
Jedenfalls kann ich euch nur ans Herz legen mal so einen Vortrag zu besuchen. Herr Benecke hat einiges an Halbwissen und Vorurteilen aus meinem Kopf entfernt und damit wirklich zum Nachdenken angeregt. Danke dafür! Nächstes Jahr ist er wieder hier und er hat versprochen das am gleichen Ort kein Vortrag mehrmals gehalten wird. Jedenfalls nicht bis er einmal durch ist mit seinen Themen, daher werde ich nächtes mal mit Sicherheit wieder dabei sein.
In diesem Sinne,
Denken bringt garnichts, nur die Beweise zählen
Werbemüll…
November 24, 2009 on 10:06 pm | In Ärger | 2 Comments… kotzt mich langsam echt an!
Als ich am Wochenende mal wieder ganz unbedarft den Briefkasten öffnete schnellte mir der allseits beliebte Berg Werbung entgegen. Das ist ja nichts neues, nur die Dimensionen die das ganze angenommen hat machen mir langsam Angst.
Vor lauter Werbeprospekten konnte ich die Zeitung fast nicht finden. Früher gabs mal die eine oder andere Beilage in der Zeitung oder auch hier und da mal ein vereinzeltes Prospekt, aber mittlerweile wird man regelrecht bombardiert mit diesem Mist. Es ist ja auch schon die Regel das einzelne Läden/Ketten gleich mehrere Arten von Prospekten gleichzeitig laufen haben.
Ich hab mir mal den Spass gemacht und nachgezählt:
3 x Kaufland, 2 x Lidl, 2 x Netto, NP, Rewe, Aldi, Kik, toom, Roller, Norma, Expert, Media Markt, real, Rossmann, Hellweg Dänisches Bettenlager sowie regionale Angebote von einem Einkaufszentrum, einem Autohaus, einer Pizzabude und dazu noch 2 Flyer.
Macht insgesamt sage und schreibe 25 verschiedene Werbeblätter an nur EINEM Wochenende! Das waren genau 712g wertvolles Papier was völlig wertfrei verbraucht wurde. Wenn ich die Menge mal grob auf die Haushalte in diesem Land hochrechne wird mir schlecht wenn ich daran denke wieviele Bäume dafür gefällt wurden. Es wird ja auch nicht mehr nur für die teuren Dinge geworben sondern für jedes noch so unwichtige Stück Butter.
Mal ehrlich, wen interessiert es ob die Butter anderswo gerade 10 Cent weniger kostet als bei mir um die Ecke? Sobald ich wegen sowas ins Auto steige werde ich erstens selbst zum Umweltsünder und zweitens ist der Preisvorteil eh dahin sobald ich den Motor anlasse, von der verlorenen Zeit ganz zu schweigen.
Alle Anbieter/Konzerne brüsten sich dauernd damit, dass sie was für die Umwelt tun und im gleichen Atemzug werden Abermillionen dieser bescheuerten Prospekte gedruckt und verteilt.
Echt super, eine Umwelt die solche Freunde hat braucht keine Feinde mehr! *würg*
Das Baumkuchenhaus…
November 10, 2009 on 11:08 pm | In Erlebnisse | 2 Comments
… ist eine der Sehenswürdigkeiten die wir uns neulich bei unserem Kurztrip nach Wernigerode angeschaut haben. Wirklich sehr zu empfehlen für Baumkuchenfans wie mich
Dort gleich um die Ecke ist die Hasseröder Brauerei, die man an bestimmten Tagen besichtigen kann und die Wergona Schokoladenfabrik mit ihrem Werksverkauf.
Das Schloss ist auch sehenswert, der Blick über Wernigerode ist von dort aus wirklich herrlich. Die schnuckelige kleine Altstadt mit dem schönen Fachwerk Rathaus ist ja weitestgehend bekannt und auch absolut sehenswert.
Bis die Tage…
Unfälle passieren…
Oktober 9, 2009 on 9:06 pm | In Erlebnisse | 2 Comments… und manchmal ist man mittendrin. (Artikel via Meetingpoint)

Ich war hier einer der Ersthelfer am Unfallort und muss schon sagen, das mir im ersten Moment ganz schön mulmig war als ich auf das Autowrack zu lief. Man weiss ja nicht, was einen da gleich für ein Anblick erwartet wenn man ins Innere des Wracks blickt (das sah echt übel aus von weitem). Als ich dann sah wer da drin lag war ich im ersten Moment froh darüber das die junge Frau relativ unverletzt aussah aber zugleich auch geschockt, weil ich sie kenne.
Mein erster Eindruck bestätigte sich unmittelbar danach, denn sie war wirklich kaum verletzt und auch ansprechbar. Sie hatte einen Schock und sah kreidebleich aus, aber sie konnte sprechen und es war kein Blut zu sehen, insofern erstmal Entwarnung. Der Notarzt war bereits informiert und kaum 10 Minuten später vorort, aber wenn man da so hockt und drauf wartet kommt einem die Zeit wie Stunden vor. Naja, jedenfalls freue ich mich das es ihr wieder gut geht und bis auf ein paar Prellungen nichts passiert ist.
Worüber ich mich hier nicht freue, ist der gnadenlose Sensationsjournalismus der hier betrieben wurde. Ich muss hier mal was klarstellen, was in dem Artikel völlig falsch dargestellt wurde:
Die Kameraden der Berufsfeuerwehr Brandenburg mussten die Eingeklemmte aus dem Fahrzeugwrack befreien
Also eine noch dreistere Lüge hab ich ja lange nicht gelesen! Erstens war die junge Frau nicht eingeklemmt und zweitens haben WIR sie aus dem Auto gezogen und keineswegs die Kameraden der Feuerwehr…
Als die Feuerwehr am Unfallort ankam haben die lediglich noch ein bischen Zeug verstreut um das ausgelaufene Benzin aufzusaugen, das war alles! Toll fand ich auch das die Polizei mal locker 10 Minuten später, als allerletzte, am Unfallort ankam.
Ebenfalls total übertrieben ist hier das Wort “schwerverletzt”. Also schwerverletzt heisst bei mir “kurz vorm Ableben” und nicht “leichte Prellung vom Airbag”. Total lächerlich diese Übertreibungen, bleibt einfach bei der Wahrheit…
Dann noch alles Gute “junge Frau”, hast echt Glück gehabt! Ich bin echt froh das rechts neben dir keiner saß, denn den gäbe es jetzt wahrscheinlich nicht mehr.
Respekt, Anstand und Würde…
Oktober 3, 2009 on 12:55 am | In Arbeit | No Comments… sind Themen, über die ich mich heute mal auslassen muss, weil es mir unter den Nägeln brennt.
Heute hatte ein Kollege aus meiner Abteilung seinen letzten Arbeitstag in der Firma. Nun hat er aber nicht einfach nur gekündigt weil er was besseres gefunden hat sondern er hat gekündigt, weil er scheinbar unüberwindbare Differenzen mit seinem (also auch meinem) Vorgesetzten hatte. Diese Differenzen sahen meist so aus das er meinem Chef einen Vorschlag gemacht hat und mein Chef nach Abwägen der Auswirkungen entweder dafür oder dagegen entschieden hat.
Nun kommt es ja im Leben auch mal vor, dass ein Chef anders entscheidet als man es selbst für richtig hält. Da kann man nun auf 2 Arten reagieren: Entweder man reagiert wie ein 8 jähriges Kind, fängt an zu weinen und wertet die Absage als persönlichen Angriff gegen die eigene Person, oder man nimmt es einfach hin wie ein Erwachsener und sagt sich “Er ist der Chef, er muss auch für die Konsequenzen seinen Kopf hinhalten”.
Jetzt dürft ihr mal raten wie mein Ex-Kollege drauf war. Es ist doch kein Grund alles hinzuschmeissen, nur weil mein Chef mal anderer Meinung ist als ich. Wo kämen wir denn da hin wenn jeder alles persönlich nimmt und als Angriff wertet. Er ist Chef, er kanns entscheiden. So einfach ist das, BASTA! Wenn man irgendwann mal selber Chef ist, dann kann man alles so machen wie man möchte, aber als Untergebener geht das eben nicht, thats life.
Ich hätte nicht gedacht das er sowas nicht verstehen würde, aber es ist leider so. Und als ob das nicht schon blöd genug wäre rennt dann der Kollege in den letzten Wochen seiner Arbeitszeit auch noch in der Firma rum und macht unsere Abteilung schlecht, die Abteilung in der er selbst mehrere Jahre gearbeitet hat!
Wohlgemerkt ALLE in der Abteilung, mich eingeschlossen. Keiner von uns, auch unser Chef nicht, haben ihm je was Böses gewollt oder ihn ernsthaft geärgert. Ich hab ihm sogar des öfteren geholfen und vertreten um dann am Ende von ihm vor anderen Kollegen negativ hingestellt zu werden. Na vielen Dank auch, sehr freundlich! Selbst wenn man ernste Differenzen mit seinem Chef hat muss man nicht auch noch Unbeteiligte mit durch den Dreck ziehen. Sowas geht garnicht und ist absolut würdelos und unprofessionell.
Toll fand ich auch das Gejammer, das wir, die wir studiert haben, ja unberechtigterweise mehr Geld verdienen als er. Wir kommen ja direkt von der Hochschule und haben garkeine Ahnung… Sicherlich kommt man nicht als Experte in einem Fachgebiet von der Hochschule, aber darum gehts dabei auch garnicht. Es geht darum zu lernen sich selbst zu helfen, zu recherchieren und ein bischen Ingenieurs-Denke zu entwickeln für spätere anspruchsvolle Aufgaben. Praxiserfahrung bekommt man natürlich erst durch arbeiten, das steht ausser Frage, aber wer tatsächlich meint das so ein Studium nichts wert ist und keinerlei Anerkennung auf dem Gehaltszettel verdient, soll doch bitte erstmal ein Studium durchziehen und dann sprechen wir uns wieder…
Das Akademiker meistens etwas besser bezahlt werden ist kein Geheimnis und es steht jedem völlig frei zu studieren, daher ist Neid hier völlig unangebracht. Fast jeder kann sowas schaffen wenn er bereit ist dafür 4 bis 6 Jahre mit sehr wenig Geld zu leben und sich auch mal durch etwas trockenere Materie durchzuarbeiten. Wer keine Selbstdisziplin hat um sowas durchzuziehen und lieber den leichten Weg gehen will der muss eben am Ende auch damit leben das er später weniger raus hat am Monatsende. Auch hier kann ich wieder nur sagen: So ist das Leben, gewöhn dich drann!
Tja, was soll ich noch sagen. Ich konnte den Kollegen eigentlich immer gut leiden und wir haben uns auch sehr gut verstanden, aber so wie er sich in den letzten Wochen bei uns verhalten hat bin ich nun ziehmlich enttäuscht und kann nur hoffen das er irgendwann lernt sich unterzuordnen oder lieber den Weg der Selbstständigkeit einschlägt. Aber auch da kann man nicht machen was man will, denn da ist man dann den Kunden verpflichtet und die sind dann der König.
Wie auch immer, ich werde mich jedenfalls nicht so verabschieden wenns mal soweit ist. Ich bin der Meinung man sollte sich immer mit Anstand und Würde verabschieden und auch denen Respekt zollen, die man vieleicht nicht besonders leiden kann. Alles andere ist unprofessionell und albern.
Jetzt bleibt mir nur noch zu sagen: farewell, Ex-Kollege. Viel Erfolg auf deinen zukünftigen Wegen! Ich hoffe du kommst mit deinem neuen Chef besser klar, aber ich würde nichts drauf wetten…
Eine Flossfahrt die ist lustig…
September 19, 2009 on 2:35 pm | In Erlebnisse | 1 Comment…eine Flossfahrt die ist schön! Das kann ich wirklich unterschreiben, allerdings nur bei schönem Wetter
Letztes Wochenende waren wir zu sechst mit einem solchen Floß auf der Mecklenburger Seenplatte unterwegs. Wir sind Freitag Mittag hingefahren, haben gegen 16 Uhr das Floss übernommen und sind dann fröhlich losgeschippert.
Dann haben wir mitten auf dem See angehalten und 3 von uns sind erstmal direkt reingesprungen. Mir selbst wars allerdings n’ bisl zu kalt zum reinspringen, sah aber echt verlockend aus. Nach etwas umherfahren haben wir dann später in Ufernähe geankert, gegrillt und dort auch gepennt. Auf dem großen Floss sind genau 6 Schlafplätze innerhalb der Überdachung, allerdings liegt das Lenkrad so ungünstig, das an der Stelle nur eine recht kleine Person liegen kann.
Wie man sich anhand der Bilder denken kann gibts hier keine Sozialräume. Geht also alles recht rustikel zu, aber das kann man schonmal aushalten für 2 Tage denke ich. Fürs große Geschäft muss dann halt mal der Wald am Ufer herhalten…
Den Samstag sind wir dann den ganzen Tag durch die Gegend gegondelt, durch diverse Seen, Kanäle, Seitenarme und Schleusen mit der Durchschnittsgeschwindigkeit von 5 km/h. Alles sehr gemütlich und bei strahlendem Sonnenschein ein echt entspanntes Vergnügen.
Das durchfahren der Schleusen ist übrigens kostenlos, allerdings in der Hauptsaison nicht zu empfehlen aufgrund der extremen Wartezeiten von bis zu 5h! Das längste was wir warten mussten waren 40 Minuten oder so, ansonsten gings meist recht flott.
Abends dann wieder ankern am Ufer und dann wurde ne schöne Pokerrunde gestartet. Ein runter Tisch ist standardmäßig auf dem Floss drauf, Stühle sind allerdings selbst mitzubringen.
Am Sonntag war das Wetter dann allerdings nicht mehr schön, so das allen nur noch nach heimfahren war. Das haben wir dann auch direkt getan und dabei festgestellt das die Überdachung nicht besonders wasserdicht ist. Ich war echt froh das es bis dahin nicht geregnet hat, sonst wäre die gute Laune wohl schnell dahin gewesen.
Insgesamt war das ein sehr schöner Trip den ich auf jeden Fall weiterempfehlen kann. Auf dem Floss war sogar ein Rucksack mit Reservegeschirr für so Typen wie mich, die sich zwar Besteck einpacken, aber Teller und Tasse einfach zu Hause lassen. Nein, sowas brauch man ja nicht…
Übrigens würde ich auf jedenfall ne Mütze empfehlen, sonst bekommt man in der Sonne aufm Wasser die Klatsche. Wir hatten alle einheitlich unsere Mafia-Hüte auf, die waren hier echt sinnvoll. Ganz nebenbei ist man mit solchen Hüten auch der absolute Hingucker bei allen die an einem vorbeifahren und Fotos machen. Ich glaube wir sind jetz auf mindestens 3 Dutzend Urlaubsbildern anderer Leute drauf
In diesem Sinne, gute Flossfahrt!

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